Symptome

Als Symptome werden Zeichen zusammengefasst, die in Zusammenhang mit Krankheiten auftreten. Sie können entweder vom Patienten selbst, Angehörigen oder auch vom Arzt wahrgenommen werden. Die nachfolgende (nicht vollständige) Auflistung kann Ihnen zur Erkennung häufiger Symptome mit Bezug zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen dienen, die Anlass zu einer weiteren Diagnostik geben sollten.

 
 
Schmerzen / Engegefühl im Bereich des Brustkorbs

Schmerzen, Brennen oder ein Engegefühl im Bereich des Brustkorbs sind sehr ernstzunehmende Warnsymptome und können Ausdruck einer schweren Durchblutungsstörung des Herzens sein. Häufig treten sie wiederholt bei Belastung auf, befinden sich eher in der linken Brustkorbhälfte und können in den linken Arm, den Kiefer, Rücken oder Oberbauch ausstrahlen. Differentialdiagnostisch sind auch anderen Herzerkrankungen (Herzmuskelentzündung, Klappenerkrankungen), Lungenerkrankungen, Erkrankungen der Aorta und der Speiseröhre sowie die sehr häufigen muskuloskelettalen Krankheitsbilder (z.B. Wirbelsäulenbeschwerden) abzugrenzen. In jedem Fall bedürfen die Beschwerden einer genauen internistisch-kardiologischen Abklärung. Bei schweren akut und in Ruhe auftretenden sowie mehr als 15 Minuten anhaltende Beschwerden insbesondere in Verbindung mit Atemnot, Schweißausbruch und Kreislaufsymptomen kann es sich um einen akuten Herzinfarkt handeln. In diesen Fällen sollte umgehend der Notruf unter 112 alarmiert werden.

Mann greift sich an der Brust, Brustschmerzen
Atemnot (Dyspnoe) in Ruhe oder bei Belastung

Atemnot kann im Vordergrund der klinischen Beschwerdesymptomatik von Herz- und Lungenerkrankungen stehen. Neben einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzdurchblutungsstörungen (KHK), Herzklappenfehlern oder Bluthochdruck (art. Hypertonus) sind häufig auch Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. Asthma bronchiale, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Lungenüberblähung (Emphysem)) ursächlich für eine Atemnot in Ruhe und/oder bei Belastung. Gelegentlich kann auch eine Blutarmut (Anämie) verantwortlich sein. Neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung helfen verschiedenste auch bei uns verfügbare diagnostische Methoden bei der Diagnosefindung.

Unregelmäßiger, langsamer oder schneller Puls (Herzrasen)

Herzrhythmusstörungen sind weit verbreitete Beschwerden, die in der Regel einer weiteren Abklärung bedürfen. Glücklicherweise sind viele dieser Rhythmusstörungen möglicherweise beeinträchtigend, aber letztlich harmlos. Therapeutisch und prognostisch wichtig ist die Abgrenzung zu Vorhofflattern-/Vorhofflimmern oder zu potenziell lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen. Aber auch ungefährliche, dennoch mit erheblichen Symptomen einhergehende Herzrhythmusstörungen, bedürfen einer spezifischen Therapie. Zur Diagnostik kommen verschiedenste Untersuchungsmethoden zum Einsatz.

Pulsmesung am Handgelenk
Schwindel

Schwindel und Gleichgewichtsprobleme stellen ein sehr häufiges Symptom dar, das Patienten beim Arztbesuch vortragen. Neben neurologischen Erkrankungen kann das ursächliche Problem auch im Bereich des Innenohres liegen. Auch ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck kann Schwindelzustände erzeugen. Eine interdisziplinäre Abklärung unter Einbindung von Neurologen, HNO-Ärzten und Kardiologen ist zur Ursachenfindung oft erforderlich.

Bäume Ansicht beim Schwindel
Kollaps / Bewusstlosigkeit (Synkope)

Von klassischen, länger anhaltenden Schwindelzuständen zu trennen sind Formen der Kreislaufstörung, die bis zum vollständigen Bewusstseinsverlust führen können. Auch diesen Ereignissen kann ein kurzzeitiger Schwindel häufig verbunden mit Übelkeit und ggf. auch Hitzegefühl vorangehen. Ursächlich können wiederum Blutdruckschwankungen bei gestörter Kreislaufregulation mit überwiegend zu niedrigem Blutdruck sein. Häufig sind hier allerdings auch Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem oder zu langsamem Herzschlag. Insbesondere plötzlich einsetzende Synkopen ohne jegliche Vorwarnung können ein Hinweis auf ernst zu nehmende Herzrhythmusstörungen sein und bedürfen unbedingt einer weiteren Abklärung.

Bewusstlose Geschäftsfrau am Arbeitsplatz liegt auf dem Boden
Tagesmüdigkeit und Leistungsschwäche

Eine verminderte Leistungsfähigkeit ist ein häufiges Symptom verschiedenster Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sollte immer sogfältig abgeklärt werden. Insbesondere eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Herzklappenfehler sind hier zu nennen. Daneben können die Beschwerden aber auch auf ein Schlaf-Apnoe-Syndrom (SAS) zurückzuführen sein. Die Bedeutung des SAS für den ungünstigen Verlauf verschiedenster Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde in den letzten Jahren zunehmend erkannt. Durch verschiedenste kardiologische Untersuchungstechniken können wir eine zu Grunde liegende Herzerkrankung ausschließen oder nachweisen. Mithilfe eines Apnoe-Screening Gerätes (Polygraphie), anwendbar in der häuslichen Umgebung, können wir abklären, ob Sie unter nächtlichen Atempausen leiden.

Geschäftsmann in Anzug gähnt am Arbeitsplatz
Schnarchen mit Atemaussetzern

Einfaches Schnarchen selbst ist weit verbreitet und zunächst einmal harmlos. Ursächlich ist die im Schlaf erschlaffende Rachenmuskulatur. Treten hingegen Atemaussetzer hinzu spricht man von einem Schlaf-Apnoe-Syndrom (SAS). Vor allem das sog. obstruktive SAS kann -wie neuere Studien belegen- erheblichen Einfluss für das Auftreten bzw. den Behandlungserfolg von Vorhofflimmern oder eines Bluthochdrucks haben. Eine bei uns durchführbare ambulante Polygraphie kann hier zur Aufklärung beitragen.

Alte Frau kann wegen Schnarchen des Mannes nicht einschlafen
Schwellung / Flüssigkeitsansammlung im Bereich der Beine (Ödeme)

„Dicke Beine“ sind ein häufiges Symptom verschiedenster Erkrankungen. Ursächlich können Herzerkrankungen wie z.B. Herzschwäche, Herzdurchblutungsstörungen und Herzklappenfehler vorliegen. Auch bestimmte Lungenerkrankungen können in der Folge zu Beinschwellungen führen. Insbesondere bei einseitiger Beinumfangszunahme muss an eine Thrombose gedacht werden. Chronische Venenleiden, Lymphabflussprobleme, ein Eiweißmangel sowie Medikamentennebenwirkungen stellen weitere mögliche Ursachen dar. Herz-/Lungenerkrankungen sollten wegen ihrer prognostischen Bedeutung durch gezielte Untersuchungen ausgeschlossen werden.

Patienten mit Schwellung, Beine
Schmerzen in den Beinen oder im Gesäß beim Gehen

Treten die Beschwerden insbesondere bei Belastung (schnelles Gehen etc.) auf, kann dies Ausdruck einer Durchblutungsstörung der Extremitäten (pAVK, Schaufensterkrankheit) auf dem Boden von Ablagerungen in den Gefäßen (Atherosklerose) sein. Die selteneren Ruheschmerzen wären hingegen Ausdruck eines bereits fortgeschrittenen Krankheitsstadiums mit kritischen Engstellen oder akuten Gefäßverschlüssen. Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen stellen Rauchen, Diabetes mellitus, erhöhte Cholesterinwerte und ein Bluthochdruck dar. Durchblutungsstörungen müssen von den ebenfalls häufigen orthopädischen Ursachen von Schmerzen in der Hüft-Bein-Region abgegrenzt werden. Dies gelingt neben einer sorgfältigen klinischen Untersuchung u.a. durch die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (Ankle-Brachial-Index = ABI) und mit dem Gefäßultraschall.

Mann kriegt Schmerzen beim Gehen
 
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